Wichtige Infos

Tradition ist nicht das Halten der Asche,
sondern das Weitergeben der Flamme!  

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Aktuell und wichtig!

Aus gegebener Notwendigkeit  sah sich der Altstadtverein veranlasst
zur Situation in Bergen auf Rügen einen offenen Brief an die
Stadtvertreterversammlung und die Stadtverwaltung zu ver-
fassen. Es ist uns klar, dass die negative Entwicklung in Bergen
und in vielen kleineren Städten Deutschlands nicht erst seit
einem Jahr zu erkennen ist.
Deshalb ist uns der Appell sehr wichtig und auch gleichzeitig
Aufforderung an Besucher der Insel Rügen Bergen mit einzu-
beziehen. Unsere Stadt hat viel zu bieten. Dazu lädt SIE auch
unsere Bummelbroschüre  durch Bergen ein.

                                          

 

UNSER NEUER VEREINSFLYER
uns zur Freude, Ihnen zur Erkenntnis
über unsere reiche Bergener Historie

    

Eine Hauptmagistrale von Bergen
* Die Bahnhofstrasse*

Ehemals “Lange Gasse”, dann Gingster Strasse”
und heute Bahnhofstrasse

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Die Bahnhofstrasse erwachte nach der Eröffnung der
Großbahnlinie und der feierlichen Einweihung des Bahnhofes
im “preußischen Backstein” zu neuem Leben.
Handwerker und Kaufleute profitierten vom aufkommenden Tourismus.
Bergen wurde bedeutungsvoller.
Die zu Wohlstand gekommenen Bürger erbauten an dieser
Strasse Häuser mit einem ganz individuellen Charme.
Bis zum Ende der DDR pendelten viele Menschen über
diese Strasse in Richtung Innenstadt oder zum Bahnhof.
Mit der enormen Motorisierung und veränderter Arbeitsbedingungen
nach 1989 fiel die Bahnhofstrasse zunehmend in einen “Dornröschenschlaf”.
Erst nach und nach entdeckte man wieder den Charme und
die Wohnqualität der Häuser und fing an zu sanieren.

bahnhofstrasse-nach-erneuerung-2.JPG   bahnhofstrasse-nach-erneuerung-mit-bplatz-3.JPG   bahnhofstrasse-u-bplatz-nach-erneuerung-1.JPG

Erst vor wenigen Wochen wurde die sanierte Bahnhofstrasse,
nach 1 jähriger Bauzeit, wieder der Öffentlichkeit übergeben.

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Als Handwerkerstrasse legte man in Granit gehauene Zunftzeichen
in den Bürgersteig.
Das hört sich mittlerweile an, wie ein Hohn, wenn man das Folgende
liest!!! 

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Ein Stück Unverständnis kann das nun Geschehene nur hervorrufen.
Die städtisch prägenden Häuser des
Steinmetzmeisters Oswald Seifert
Bahnhofstrasse 52/53 und ein angrenzendes klassizistisches Haus
(Nr. 54) sollen abgerissen werden und an der Stelle will der jetztige
Eigentümer Stolz ein Kaufhaus errichten.
Herr Stolz  hegt eigentlich viel Sinn für Tradition!
Da frage ich mich:” Warum zerstört er unsere, die Stadt
prägende Individualität?
Das anschliessende, hintere Grundstück bietet viel Platz für ein
Kaufhaus und sanierte, wertvolle Häuser an der Strasse würden
Herrn Stolz zur Ehre gereichen -aber so?
Seit dem 04.Juni prangen hässliche Werbeplanen an den Häusern!

         seifert-haus-05vi09.JPG       seifert-haus-05vi09-1.JPG
Das würde man keinem einheimischen Unternehnem so gestatten!
Wo bleibt die Verantwortlichkeit der Stadtverantwortlichen?
Lassen wir diesen unverhohlenen Frevel  nicht zu?
Bekennen wir uns öffentlich zu unserem Bergen und  u.a.
für den Erhalt dieser Häuser und unserem kulturellen Erbe!

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Für ein gemeinsames und gutes Jahr

  

 Liebe Mitstreiterinnen und liebe Mitstreiter,

2011 war wiederum sicherlich für uns alle kein leichtes Jahr.
Das haben wir deutlich am Engagement der Menschen gemerkt.
Jedoch wird jeder gebraucht, wenn wir unser Erbe und
unsere Identität bewahren wollen.
Sich in sich verkriechen oder
nur an den eigenen Vorteil denken
ist wahrlich die schlechteste Lösung etwas zu bewegen.
Gehen wir also gemeinsam neuen Mutes durch das Jahr 2012.
Weihnachten gibt uns jedes Jahr eine neue Zuversicht.
Es ist für uns Menschen eine Zeit,
die den inneren Frieden bringen kann und
die Zeit der kleinen, guten Gesten .
Trotz negativer Prognosen sehen Sie guten Mutes
in das Jahr 2012 und in kommende Jahre.
Man kann immer etwas GUTES für sich entdecken.
Nur Gleichgültigkeit schadet UNS ALLEN!

Allen, die unser Anliegen positiv begleiten sei besonders gedankt.
Der Zaudernde  möge sich entschließen und der Ablehnende möge
nachdenklich werden oder den Andersdenkenen tolerieren.
In Verbundenheit
Uwe Hinz
Kürschnermeister * Vorsitzender
und der Vorstand

 

 


 

 

 

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 Bergen auf Rügen, Mai 2009

100 jährige Bäume sterben in Bergen auf Anordnung!
DAS DARF NICHT SEIN!

    Reichspost um 1927 mit den Bäumen

    Blick auf die heute über 100 jährigen Bäume

Zahlreiche Solitärbäume in der Bergener Innenstadt wurden in
den letzten Monaten gefällt. Sie prägten das Stadtbild und wurden
aus Sicherheitsgründen abgenommen.
So geschah es letztlich mit einer weit über 100 Jahre alten Kastanie am
Arndt-Haus am Markt.
Nun ist zwischen der Post(erbaut 1870/71) und dem Benedixschen Haus
(Anfang 18.Jh.) am Markt ein Neubau von nicht geringen Ausmaßen vorgesehen.
Dafür sollen zwei Solitärbäume weichen – eine Linde und eine Kastanie.
Trotz zahlreicher Anpflanzungen bestechen diese Bäume durch ihre Erhabenheit und prägen das Stadtbild.
Ganz zu schweigen über die ökologische Bedeutung und Lebensqualität
für Mensch und Tier.

    Hier stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht!
Streiten wir gemeinsam für unsere Natur und damit für unser Leben
und den Erhalt der Linde und der Kastanie!

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Was geschieht mit unserem Kulturerbe?
Sind wir schon so gleichgültig geworden?

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DIEBSTAHL von BERGENER KULTURGUT, vom April 2008
Denkmalliste Landkreis Rügen Nr. 866

So stellte sich das kombinierte Haus des Steinmetzmeisters
Oswald Seifert um 1925 dar.
Es zählt bis heute zu den bedeutenden Bauten des Historismus
in Mecklenburg – Vorpommern, auch wenn mittlerweile der
Vandalismus dort eingekehrt ist und weder der Eigentümer, noch
die Stadt und die Bürger den Erhalt dieses Hauses schützen.


I.
II. III.
I. Zustand 06.2001 , noch bewohnt*
II. und III. der noch intakte Treppenaufgang(gef. um 1912)

IV. V. VI.
IV. und V. So stellt sich das Seifertsche Haus 2006
und der Treppenaufgang am 11.April 2008 dar.
VI. feine Intarsien aus Terrazzo sind noch heute erhalten.


Lange wurde um den Erhalt der Seifertschen Häuser in der
Bergener Bahnhofstr. 52/53 gekämpft. Endlich schienen sie
für die Nachwelt gerettet und eine neue Konzeption liegt
heute vor.
Mittlerweile verwahrlosen diese für Bergen wertvollen und
prägenden Häuser weiter.
Ab Mai 2008 soll die Bahnhofstrasse mit Fördergeldern saniert
werden.
Was macht es für einen Sinn, wenn tragende Häuser immer mehr
verwahrlosen und von Innen ausgehöhlt werden?


So wurde durch den Verein – Einbruch – Sachbeschädigung
mit Diebstahl von „Bergener Kulturgut“ zur Anzeige gebracht.
Unverständlicherweise unbemerkt wurde dort das gesamte,
wertvolle gußeiserne Treppengeländer abgebaut und entwendet.
Wer kann über den Verbleib etwas sagen?
Wurde es einem Schrotthändler angeboten oder
einem Kunstliebhaber?
Wir bitten um IHRE Mitarbeit und Hilfe!!!
Ebenso nimmt die Polizei unter 03838 8100
zweckdienliche Hinweise entgegen.
Wir wünschen uns mehr HINSCHAUEN und mehr
ZIVILCOURAGE – damit unsere Heimat wieder
sicherer wird!

Schreiben Sie uns Ihre Meinung – Gästebuch oder Mail!

I. II. III.

I. u.III. Symbole in den Wappen am Haus 52/53 zeugen
von der Lebensphilosophie
II. Das Familengrab auf dem Alten Bergener Friedhof

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Das sollte jeden Bergener Bürger berühren!
Warum mußte es passieren ?


Kirchstraße 1 vor dem Abriß * ein letzter Gruß * verkauft – Wozu ???

An der Ecke Dammstraße/ Kirchstraße stand bis zum heutigen Tage
ein
für Bergen prägendes Haus. Es war die alte Bäckerei Berg.
Bergen besaß keine Paläste, jedoch Ackerbürgerhäuser,
die von der soliden Einfachheit der Menschen zeugten.
Kirchstraße 1 ist wohl im 18. Jahrhundert erbaut worden
und es erhielt ständig Erweiterungen und Veränderungen.
Es war ein Fachwerkbau mit späterem Putzanstrich.
Als ich dieses Haus vor ca 4 Jahren besichtigte war noch eine biedermeierliche Beschaulichkeit erkennbar und es war in
den Räumen weitgehenst trocken.
Wohl einmalig für Bergen waren die noch erhaltenen Schablonenmalereien in der ersten Etage.
Unter dem Dach existierte der Lastenaufzug mit Rad und Welle.


Im Dachstuhl Rad mit Welle * Steinstufen zum Keller *
Backofen schon ohne Türen


Die Backstube enthielt noch den letzten Backofen, mit seinen glasierten Fliesen, auch wenn die Metalltüren bereits
anderer Verwendung zugeführt waren.
Vor 1920 zierte das Haus noch ein schräggezogener Giebel
und erst danach wurde der markante Stufengiebel vorgeblendet.
Das Haus befand sich im Besitz der Familie Panthermöller und später Berg.
Zu DDR – Zeiten wurde die Bäckerei in die PGH integriert.
Erst nach der Wende 1989 wurde das Haus freigezogen und zum Verkauf angeboten.
Das im Volksmund „Bergsche Haus“ wurde als eines der wenigen Bauten bauhistorisch
untersucht und Farbanalysen durchgeführt.


Das Bergsche Haus mit seiner Giebelveränderung zwischen 1920 und 1953

Eine Imobilienfirma bot die Kirchstraße 1 auch als erhaltungswürdiges,denkmalsgeschütztes Haus an.
Als es dann vor ca 3 Jahren zum Verkauf kam,war wohl nicht
mehr ein Reden von der denkmalsgeschützen Erhaltung.
Der Sturm wedelte 2006 die Pfannen vom Dach.
Der neue Besitzer zog eine große Plane über den Giebel
und das war`s!
Es wurde aus der Denkmalsliste gestrichen und eine Abrißgenehmigung erteilt.
Heute, am 03.Dezember 2007 rückte der Bagger an und ein Stück Bergen, verwahrlost durch Willkür und Desinteresse
ist bereits halb verschwunden.
An dieser Stelle soll nun ein Neubau mit Geschäft, Gastronomie
und Wohnungen entstehen.
Wie weit man sich an das historische Vorbild hält, bleibt abzuwarten.
Jedenfalls konnte der Lastenaufzug – Rad mit Welle- geborgen
und gesichert werden.
Für die Malereien kam jede Hilfe zu spät, da eine totale Duchnässung vorhanden war.


Diese Schablonenmalereien wurden bei bauhistorischen Untersuchungen 1997unter Hartfaserplatten wiederentdeckt.

Die doppelflügelige Haustür und die Ladeneingangstür sind nun ebenfalls geborgen,denn sie sind Unikate.
An dieser Bewahrung hat derAltstadtvereinseinen Anteil.
Mehr war leider nicht möglich!
Jedoch ist es wichtig zukünftig behutsamer mit Bergener Kultur umzugehen.
Da spreche
ich besonders die Bürger Bergens an.
Von Zugereisten kann man wohl nicht das Verständnis für unsere Kultur erwarten, wenn sie die eigene Bevölkerung nicht achtet.
Unser Augenmerk sollte sich nun auf die „Alte Landvogtei “ am Bergener Markt richten.
Sie darf nicht das gleiche Schicksal erleiden,
wie das „Bergsche Haus“!
Der Abriß brachte kurzzeitig hinter der verputzten Fassade eine Werbestele aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts zum Vorschein.
Das zeigen die Jugenstilelemente.
Es sieht aus, wie eine Granitplatte.Es ist jedoch auf Putz gemalte Werbung, wohl für die Verlagsbuchhandlung Krohs.
Diese lag genau gegenüber in der Einmündung
zur Bahnhofstraße( siehe historisches Foto).
Es könnte jedoch auch eine Werbung für die Verlagsbuchhandlung
Hermann Baetge gewesen sein.Diese hatte das Geschäft
gegenüber von St. Marien in der ehemaligen Knabenschule.


Fotos sagen manchmal mehr als Worte!
Unsere kleinen Städte werden dem nur widerstehen, wenn es uns gelingt die Eigenart und die Individualität dieser zu erhalten.