Bergener Kulturgut

   gut-vaschvitz-sylvester-07.JPG Gehe durch ein Tor oder
eine Tür und Dir erschließt sich eine andere,
eine neue Welt und neue Erkenntnisse
bereichern Dein Leben.

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Bergen – die bedeutendste Stadt auf der Insel Rügen
Ganz gleich aus welcher Richtung  wir Rügen umrunden, stets
erhebt sich Bergen auf dem Berge über das Land und kündet
über Jahrhunderte von seiner Bedeutung für Handwerk,Handel,
Kultur und Politik.
                
Diese Aufnahme wurde aus südlicher Richtung in der Nähe
vor Lonvitz Anfang 2009 aufgenommen.
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Urkunde über die städtische Gerechtsamkeit Bergens
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Am 19.Juni 1613 erkauften sich die Bergener Bürger ihr
Stadtrecht von Philippus Julius Herzog von
Pommern – Wolgast für teure 8000 Mark,
nach dem Lübischen Recht.
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Gedenktafel Bergener Handwerker und Kaufleute


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Am 04. Dezember 1993 stifteten Bergener Handwerker und Kaufleute
ihrer Stadt eine Gedenktafel mit integrierter Stadtchronik.
88 städtische Unternehmen beteiligten sich daran.
Für die Chronik wurden bildliche Darstellungen aus der Historie
verwendet.
Dabei werben Unternehmen unserer Stadt für sich, ihre Leistungen
und ihre Traditionen.
Die Tafel wurde in einer Kupferätzarbeit künstlerisch hergestellt.
Sie wurde geschaffen durch das Ehepaar Prof. Fritz aus Rostock.
Nachdem sie ursprünglich am Rathaus aufgestellt war,
nimmt sie nun einen Platz gegenüber dem heutigen Hotel
“ Ratskeller“ am Markt ein.
Sie repräsentiert  die heimische Kultur des kleinen,
gewachsenen Mittelstandes.      

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Das Leinentuch von Bergen   
   

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Wahrscheinlich aus dem beginnenden 1300 stammt ein in
Gobelintechnik besticktes Leinentuch. Es ist wohl eine Arbeit
der Zisterzienserinnen aus dem Kloster zu Bergen.
Die Zeit hat die Farben der Darstellungen verblassen lassen.
1235 schrieb Rudolf von Ems sein Ritterepos über
„Willehalm von Orlens“.
Dieses Thema beinhaltet das Tuch oder doch eine Darstellung
für Jaromar I.?
  
                          

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04.April 2008
    

Das Antependium mit Minne und Ritterkampf
für den Altar von St. Marien oder der Wandbehang
                             für eine Ehrenbank ?     

                              bergener-leinentuch-m-epos-13j.JPG

Wertvoller Kulturschatz nach über 30 Jahren
für wenige Stunden der Öffentlichkeit gezeigt
Wahrlich – ein Schatz des ehemaligen Bergener Klosters wurde
nach über 30 Jahren, am 04. April 2008 von 11.00 Uhr
bis 15.00 Uhr für die Öffentlichkeit sichtbar.
Anlass war das wertvolle Leinentuch aus  dem 13. Jahrhundert,
mit feinsten Stickereien aus Leinen- und Seidenfäden dem Pommerschen
Landesmuseum Greifswald als Dauerleihgabe zukünftig zu überantworten.
Zuvor sollte sich die Stadt Bergen darum bemühen, mit der Kirchengemeinde
von St. Marien, eine Übereinkunft zu erzielen und Replik
für das Stadtmuseum zu erstehen.

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Dank gilt dem Gemeindekirchenrat unter Führung von
Herrn Tino Mehner, dass dieser Schritt in die Öffentlichkeit
überhaupt möglich war.
Es sollte jedem Bergener ein Bedürfnis gewesen sein dieses
Kunstwerk der Bergener Zisterzienserinnen zu bewundern.
Mehr darüber werde ich Ihnen  im nächsten Stadtboten
(Mai 08) berichten und natürlich auf diesen Seiten. 

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Heute schon einmal einige bildliche Darstellungen, die die hohe handwerkliche Kunst unserer Vorfahren unterstreichen
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Freimaurer in Bergen
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1737 Gründung der ersten Loge in Deutschland in Hamburg
1847 Gründung der Putbusser Loge
1919 Gründung der Bergener Vereinigung
1935 Verbot der Freimaurer in Deutschland als Weltverschwörer
nach 1945 wieder Logen in der BRD und nach 1989 in der ehem. DDR

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Die Seifertschen Häuser in der Bahnhofstrasse mit
2 der Säulen.

1919 gründete sich in Bergen die freimaurerische Vereinigung
Bergen zu den drei Bergen. Sie war der Ordensloge in Putbus
Rugia zur Hoffnung zugeordnet.
Zahlreiche angesehene Bürger der Bergener Gesellschaft trafen sich
jeweils einmal in der Woche im Hotel “ Prinz zu Preußen“.

I.  ii-kopie-von-prinz-zu-preusen-1935.JPG   II.ii-kopie-von-prinz-zu-preusen-weinzimmer.JPG
I.Prinz zu Preußen (um 1920) war das erste Hotel am Platz.
Es wurde nach 1990  abgerissen.
II. Das Weinzimmer, ein kultivierter Treff Bergener Bürger

Zu Ihnen gehörte u.a. der Steinmetzmeister  Oswald Seifert.
Er baute in der Bahnhofstrasse 52/53 zwei Häuser,
die Mitte des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden.
Die Nr. 52 zeigt Symbole der Freimaurer, wie die drei gestalteten Säulen.
„Weisheit * Stärke  * Schönheit“  sind innere Werte,die es gilt zu erlangen.
Symole der Freimaurer sind der rechte Winkel und der geöffnete Zirkel.
Sie bilden eine diskrete Gesellschaft und arbeiten an ihrereigenen,
inneren Entwicklung.
Freiheitsliebe ,Menschenliebe, Toleranz, gegenseitige Achtung
 sind achtenswerte Ziele, die bis zum heutigen Tag ihre Bedeutung
nicht verloren haben.

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                             Die  hängenden Gärten

I.haengende-gaerten-1907.JPG II.  hangende-garten-speicher.JPG III.  hangende-garten.jpg
I.      Blick auf die “ Hängenden Gärten um 1907
II.    Erhaltener Speicher am Hang
III. So begegnen uns die „Hängenden Gärten“ 2008

IV.   V. 
Die einstige Schönheit der Hängenden Gärten von Bergen
kann man noch in den Detailfotos IV. und V. erahnen.

Bergen ist fast der geographische Mittelpunkt der Insel.
Um den Höhenunterschied bis zum Markt von gut 70 m
zu überwinden, bedarf es schon einiger Kondition.
Jedoch laden kleine Plätze  auf dem Weg zur Höhe zum Verweilen ein.
Dafür entschädigt dann von den unterschiedlichsten Stellen
ein Blick bis weit ins Land.
Steil abfallende, bebaute Hängen prägen das Gesicht von Bergen.
Eines dieser Kleinodien offenbart sich in der Nähe
des „Güldenen Brinkens“
mit einer Terassenanlage, bestehend aus Felssteinen und gebrannten Steinen.
Dazwischen gibt es  immer wieder Plateaus zum Verweilen.
Leider sind die „Hängenden Gärten von Bergen“ in einem restaurierungswürdigen  Zustand.
Zwischen den Besitzern der Grundstücke und der Stadt kam es bisher
leider zu keiner gemeinsamen Lösung, um dieses Kleinod wirkungsvoll
zum Wohle der Stadt zu erhalten.

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Die Kulturlanschaft „Rugard“

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Die letzte, noch halbwegs intakte Kultur – und Naturlandschaft
um Bergen ist der Rugard.
Der Rugard war stets die Erholungsoase der Bergener und
ihrer Gäste.
Bereits Caspar David Friedrich stellte  Anfang des 19. Jh`s
den damals noch unbewachsenen Rugard in Sepiazeichnungen dar.
Hier befindet sich ebenfalls einer der größten Burgwallanlagen Rügens.
Sie war Aufenthaltsort der rügenschen Fürsten und Fluchtburg.

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Verbindende Kunst der Jahrhunderte in Bergen auf Rügen
Die Stele “ Bergener Andacht“ vor der Klostermauer
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Am 20.März 2008 hatte unsere Stadt allen Grund freudig gestimmt
zu sein.
Nach aufwendigen Arbeiten wurde der kleine Park vor der südlichen
Klostermauer eingeweiht.
Im Laufe der Zeit wird sich dieses Fleckchen Erde zu einem blühenden
Paradies für den ruhebedürftigen Wanderer entwickeln.
Der Höhepunkt war jedoch die Enthüllung, des durch den Künstler
Wolfgang Friedrich, geschaffener Stele „Bergener Andacht“.

kloster-der-kunstler-wolfgang-friedrich.jpg

Zuvor hatten sich die Stadtvertreter einstimmig für Gestaltung
des Platzes mit der Stele entschieden.
Drei bronzenen Nonnen in unterschiedlichsten Gesten, eingeschlossen
in einem dargestellten Segment aus Corten – Stahl,welches die Form
eines gotischen Bogens erkennen lässt, würdigen die Leistungen
der vormals im Kloster lebenden Nonnen des Zisterzienserordens
bis zur Säkularisierung 1539 und der danach dort lebenden
Stiftsdamen des adligen Jungfrauenstiftes.

kloster-nonne-schreitend-mit-rosen-1.jpg    kloster-nonne-lesend-meditierend-2.jpg    kloster-nonne-betend-3.jpg

Inspirieren ließ sich Wolfgang Friedrich durch den Geist, der dieses
Areal geprägt hat und heute wieder in das Stadtbild  eingefügt ist.
Die Stele mahnt den Betrachter zum inneren Frieden und Einkehr
in sich selbst zu finden.

kloster-grabsteinfragment-achtet-die-ruhe.jpg „Achtet die Ruhe „Grabinschrift * Klosterhof

     ***Schaue in DICH hinein und tue Gutes!***      

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R… Übernahme von Firma Hinz … villa montis … Bergener Kulturgut